Was ist Webhosting? Einfach erklärt
Was ist Webhosting? Wie es funktioniert, der Unterschied zur Domain, die Hosting-Arten, cPanel oder DirectAdmin und worauf es bei der Tarifwahl ankommt.

Inhalt
Webhosting ist ein Dienst, der die Dateien, Datenbanken und E-Mails Ihrer Website auf einem Server bereithält, der rund um die Uhr mit dem Internet verbunden ist. Wenn jemand Ihre Adresse in den Browser eingibt, kommen die Seiten von diesem Server. Was ist Webhosting also? Stellen Sie sich Ihre Domain als Anschrift vor und das Webhosting als das Gebäude an dieser Anschrift. Eine Adresse ohne Gebäude führt nirgendwohin.
In diesem Ratgeber erklären wir, wie Webhosting funktioniert, was es mit der Domain zu tun hat, welche Hosting-Arten es gibt, worin sich cPanel und DirectAdmin unterscheiden und worauf Sie bei der Wahl eines Tarifs achten sollten.
Was ist Webhosting?
Eine Website besteht am Ende aus Dateien auf einem Server: HTML-Seiten, Bilder, Stylesheets und, wenn Sie ein System wie WordPress nutzen, PHP-Code und eine Datenbank. Sie könnten diese Dateien auch auf Ihrem eigenen Rechner bereitstellen. Dann wäre Ihre Website aber jedes Mal offline, wenn der Rechner ausgeht, die Verbindung abbricht oder Ihr Router eine neue IP-Adresse bekommt.
Ein Hosting-Anbieter legt diese Dateien auf Servern in einem Rechenzentrum mit redundanter Stromversorgung und schneller Netzanbindung ab. Um Hardware, Betriebssystem, Webserver-Software, Sicherheit und Backups kümmert sich der Anbieter. Sie konzentrieren sich auf die Inhalte Ihrer Website.
Wie funktioniert Webhosting?
Das passiert, kurz gesagt, wenn jemand Ihre Website aufruft:
- Die Besucherin gibt
ihre-firma.dein den Browser ein. - Der Browser fragt über das DNS, auf welche IP-Adresse diese Domain zeigt. Die Antwort ist die IP-Adresse Ihres Hosting-Servers.
- Der Browser verbindet sich mit diesem Server und fordert die Seite an.
- Die Webserver-Software (etwa LiteSpeed, Apache oder Nginx) nimmt die Anfrage entgegen. Ist die Seite dynamisch, wie bei WordPress, läuft PHP, liest Inhalte aus der Datenbank und baut die Seite zusammen.
- Die Seite wird dank SSL-Zertifikat über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung zurückgeschickt.
All das dauert meist deutlich unter einer Sekunde. Wie schnell genau, hängt von Prozessor und Laufwerken des Servers, der Webserver-Software und der Entfernung zur Besucherin ab.
Webhosting und Domain: der Unterschied
Hier geraten Einsteiger am häufigsten durcheinander. Die Domain ist die Adresse Ihrer Website; Sie registrieren sie bei einem Domain-Anbieter, meist für ein Jahr. Das Webhosting ist der Server, auf dem die Dateien Ihrer Website liegen. Beides können Sie bei unterschiedlichen Firmen kaufen. Entscheidend ist, dass die DNS-Einträge der Domain auf Ihren Hosting-Server zeigen. Das erreichen Sie meist, indem Sie die Nameserver der Domain auf die Ihres Hosting-Anbieters umstellen oder einen A-Eintrag setzen.
Welche Arten von Hosting gibt es?
Hinter dem Wort „Hosting“ stecken mehrere Dienste. Sie unterscheiden sich darin, mit wem Sie sich den Server teilen und wer ihn verwaltet:
| Shared Hosting | vServer | Dedizierter Server | |
|---|---|---|---|
| Was Sie mieten | Ein Konto auf einem geteilten Server | Eine virtuelle Maschine | Eine ganze physische Maschine |
| Serververwaltung | Anbieter | Sie | Sie |
| Technisches Wissen | Sehr wenig | Mittel | Mittel bis hoch |
| Root-/SSH-Zugang | Nein | Ja | Ja |
| Typischer Einsatz | Websites, Blogs, E-Mail | Anwendungen, Bots, Gameserver | Dauerhaft hohe Last |
| Preis im Vergleich | Am günstigsten | Mittel | Am höchsten |
Im Alltag ist mit „Webhosting“ meist Shared Hosting gemeint, und darum geht es im Rest dieses Ratgebers. Müssen Sie eigene Software installieren, lesen Sie Was ist ein vServer?; brauchen Sie eine ganze Maschine, hilft Was ist ein dedizierter Server? weiter.
Warum Shared Hosting so günstig ist
Beim Shared Hosting beherbergt ein Server viele Websites, und die Kosten für Hardware und Verwaltung verteilen sich auf alle. Früher konnte dabei eine stark besuchte Website alle anderen ausbremsen. Heute sperrt Technik wie CloudLinux jedes Konto in eine eigene, isolierte Umgebung und begrenzt CPU, Arbeitsspeicher und Laufwerkszugriffe pro Konto. Eine Lastspitze auf der Nachbarseite bringt Ihre Website so nicht zum Stehen.
cPanel oder DirectAdmin?
Beim Shared Hosting verwalten Sie Ihre Website über ein Control Panel. Die beiden verbreitetsten sind cPanel und DirectAdmin. Mit beiden erledigen Sie:
- Dateien hochladen und bearbeiten (Dateimanager oder FTP)
- MySQL-/MariaDB-Datenbanken anlegen
- E-Mail-Konten mit Ihrer Domain einrichten
- Kostenlose SSL-Zertifikate installieren
- Anwendungen wie WordPress mit einem Klick installieren
- Backups ansehen und wiederherstellen
cPanel ist das meistgenutzte Hosting-Panel mit einer riesigen Auswahl an Anleitungen und Erweiterungen. DirectAdmin hat eine schlankere, leichtere Oberfläche. Welches Sie wählen, ist vor allem Gewohnheitssache: Kennen Sie cPanel schon, bleiben Sie dabei; fangen Sie neu an, sind Sie mit beiden gut bedient.
Worauf Sie bei einem Webhosting-Tarif achten sollten
- Laufwerkstyp: NVMe-SSDs lassen Seiten spürbar schneller laden, besonders bei datenbankgestützten Websites. Prüfen Sie, ob ein Tarif nur „SSD“ oder ausdrücklich NVMe nennt.
- Webserver-Software: LiteSpeed ist bei PHP-Websites wie WordPress deutlich schneller als Apache und bietet mit dem Plugin LiteSpeed Cache einen vollständigen Seiten-Cache.
- Speicher und Limits: Achten Sie nicht nur auf Gigabytes, sondern auch auf die Anzahl der Domains, Datenbanken und E-Mail-Konten. Wer mehrere Websites betreibt, wählt den Tarif nach dem Domain-Limit.
- SSL: Kostenloses SSL sollte Standard sein. Websites ohne HTTPS zeigen im Browser „Nicht sicher“ an und haben in Suchmaschinen Nachteile.
- Backups: Werden Backups automatisch erstellt, und können Sie sie im Panel selbst wiederherstellen? Werkzeuge wie JetBackup holen sogar einzelne Dateien mit wenigen Klicks zurück. Bewahren Sie von Wichtigem trotzdem eine eigene Kopie auf.
- Sicherheit: Malware-Scanner und Web Application Firewalls wie Imunify360 sind eine wichtige Schutzschicht, gerade für WordPress.
- Standort: Wählen Sie einen Server in der Nähe Ihrer Besucher. Amsterdam ist für Besucher aus Deutschland und Europa eine gute Wahl, New York für Nordamerika.
- Programmiersprachen: Wollen Sie eine Python- oder Node.js-Anwendung betreiben, prüfen Sie, ob der Tarif sie unterstützt.
So bringen Sie Ihre Website online
- Registrieren Sie eine Domain oder nutzen Sie eine vorhandene.
- Wählen Sie einen Webhosting-Tarif und geben Sie bei der Bestellung diese Domain an.
- Verbinden Sie die Domain mit dem Hosting, indem Sie ihre Nameserver auf die Ihres Anbieters umstellen. DNS-Änderungen können einige Stunden brauchen.
- Melden Sie sich im Control Panel an und prüfen Sie, ob SSL aktiv ist.
- Richten Sie Ihre Website ein. Installieren Sie WordPress über den App-Installer oder laden Sie Ihre vorhandenen Dateien und die Datenbank hoch.
- Legen Sie Ihre E-Mail-Konten an und richten Sie sie auf Smartphone oder im E-Mail-Programm ein.
Webhosting bei Nodesty läuft auf Servern mit AMD Ryzen 9 7900, NVMe-Speicher und dem Webserver LiteSpeed. CloudLinux isoliert jedes Konto, Imunify360 schützt vor Malware und Angriffen, und über JetBackup erreichen Sie Ihre Backups direkt im Panel. cPanel-Tarife gibt es in Amsterdam, DirectAdmin-Tarife in Amsterdam und New York; alle Tarife enthalten kostenloses SSL, unbegrenzten Traffic sowie Python- und Node.js-Unterstützung.
Häufig gestellte Fragen
Ist Webhosting dasselbe wie eine Domain?
Nein. Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihre-firma.de. Webhosting ist der Server, auf dem die Dateien Ihrer Website liegen. Für eine Website brauchen Sie beides, und die DNS-Einträge der Domain zeigen auf den Hosting-Server.
Brauche ich technisches Wissen für Webhosting?
Sehr wenig. Beim Shared Hosting richtet der Anbieter den Server ein, sichert ihn ab und hält ihn aktuell. Sie verwalten Ihre Website über ein Control Panel wie cPanel oder DirectAdmin und installieren Anwendungen wie WordPress mit wenigen Klicks.
Wie viel Speicherplatz brauche ich?
Eine kleine Firmenwebsite oder ein WordPress-Blog kommt meist mit 1 GB aus. Für mehrere Websites, viele Bilder oder zahlreiche E-Mail-Konten sind 5–10 GB komfortabler. Ein Wechsel in einen größeren Tarif ist später möglich.
Was ist der Unterschied zwischen Webhosting und einem vServer?
Beim Webhosting verwaltet der Anbieter den Server, und Sie kümmern sich nur um Ihre Website; SSH- oder Root-Zugang gibt es nicht. Auf einem vServer installieren und verwalten Sie alles selbst, vom Betriebssystem an. Für Website und E-Mail reicht Webhosting meist aus und ist günstiger.
Ist E-Mail beim Webhosting inklusive?
Ja. In den Webhosting-Tarifen von Nodesty können Sie im Rahmen der Tariflimits E-Mail-Konten mit Ihrer eigenen Domain anlegen. Hängt Ihr Geschäft stark an E-Mail, hält ein separates E-Mail-Hosting Ihre Postfächer unabhängig von der Website am Laufen.
Kann ich meine Website von einem anderen Anbieter umziehen?
Ja. Sichern Sie Dateien und Datenbank, laden Sie beides in das neue Konto hoch und stellen Sie anschließend die DNS-Einträge Ihrer Domain auf den neuen Server um. Zwischen zwei cPanel-Anbietern vereinfacht ein vollständiges Konto-Backup den Umzug deutlich.
Über den Autor
Nodesty-Team · Infrastruktur und Support
Das Nodesty-Team betreibt unsere Server, unser Netzwerk und unseren DDoS-Schutz im Alltag und beantwortet Support-Anfragen rund um die Uhr. Diese Ratgeber entstehen aus dieser Arbeit.
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